Mitteilung

Liebe Mandantinnen, liebe Mandanten,

derzeit stehen die Telefone nicht still für die vielen Fragen den Personalbereich betreffend.

Nachfolgend haben wir für Sie die wichtigsten Punkte zusammengestellt, so dass Sie handlungsfähig sind, sollten wir schwer erreichbar sein. 

Grundsätzlich können Arbeitnehmer folgende Ansprüche geltend machen: 

 Kurze Erläuterung: 

Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall besteht, sollte sich der Arbeitnehmer mit dem Corona-Virus infiziert haben. Hier besteht der Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für die Dauer von 6 Wochen.

Entschädigungszahlungen nach dem Infektionsschutzgesetz bestehen, wenn sich der Arbeitnehmer in behördlich angeordneter Quarantäne befindet. Die Entschädigung entspricht der Höhe und Dauer der Zahlung der normalen gesetzlichen Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Die Entschädigung muss zunächst der Arbeitgeber zahlen. Die Entschädigung bekommt der Arbeitgeber von der zuständigen Behörde erstattet.  

Entgeltfortzahlung bei bezahltem Urlaub. Der Arbeitnehmer erhält sein Gehalt durch Inanspruchnahme seiner Urlaubstage ungekürzt. 

Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn die Voraussetzungen für den Anspruch erfüllt sind. Dies ist im Wesentlichen dann gegeben, wenn ein Arbeitsausfall von min. 10% bei min. 10% der Beschäftigten vorliegt und dadurch für die Arbeitnehmer ein Arbeitsentgeltausfall entsteht.

Schritte der Kurzarbeit 

     

  1. Schaffung der rechtlichen Grundlage für Kurzarbeit im Betrieb. D.h. Ihre Arbeitnehmer müssen rechtzeitig die Kurzarbeit informiert werden und min. eine Woche vor Beginn der Kurzarbeit dieser zustimmen.
  2. Anzeige des Arbeitsausfalls bei der Agentur für Arbeit. Dieser Antrag muss von Ihnen gestellt werden. Die Anzeige ist online möglich.
  3. Erstellung der Lohnabrechnung durch uns.
  4. Einreichung des Kurzarbeiter-Antrag inkl. Abrechnungslisten bei der Agentur für Arbeit durch uns. Wir senden Ihnen diesen Antrag vorab zur Unterschrift zu.
  5. Korrektur des Vormonats mit der nächsten Abrechnung. Beispiel: Die Kurzarbeit für den März wird in der laufenden Abrechnung des Aprils berücksichtigt. 
  6.  

Für die laufende Lohn- und Gehaltsabrechnung benötigen wir bitte folgende Unterlagen von Ihnen: 

Hier nachfolgend noch für Sie und Ihre Mitarbeiter zur Orientierung eine kurze Faustformel: 

Das Kurzarbeitergeld beträgt nach dem allgemeinen Leistungssatz 60% der Differenz zwischen Soll (bisheriges Nettogehalt) und Ist (aktuellen Nettogehalt aufgrund geringeren Arbeitsumfang) des Nettogehalts. Sofern der Arbeitnehmer min. 0,5 Kinderfreibeträge auf der elektronischen Lohnsteuerkarte eingetragen hat, erhöht sich der Leistungssatz von 60% auf 67%. 

Zur Veranschaulichung haben wir dies hier inkl. der AG-Belastung in nachfolgender Tabelle dargestellt:

Zuschuss zum Kurzarbeitergeld 

Um die teils erheblichen Einkommenseinbußen aufgrund der Kurzarbeit für Ihre Mitarbeiter auszugleichen, ist es möglich einen Zuschuss zum Kurzarbeitergeld zu leisten. Dieser Zuschuss ist steuerpflichtig. Sozialversicherungsbeiträge entstehen nicht, wenn der Zuschuss zusammen mit dem Kurzarbeitergeld max. 80% des bisherigen Nettogehalts ergeben. Wird ein höherer Zuschuss gezahlt, ist nur der übersteigende Betrag beitragspflichtig. Hier ein Beispiel zur Veranschaulichung: 

Kurzarbeit 50%, das bisherige Bruttoarbeitsentgelt beträgt 2.500EUR, Steuerklasse III und ein Kinderfreibetrag. 

In diesem Fall beträgt das Kurzarbeitergeld 619,75 EUR.

Das ausgefallene Entgelt beträgt 1.250 EUR, davon 80% sind 1.000 EUR. 

Der maximale beitragsfreie Zuschuss beträgt in diesem Fall 380,25 EUR (1.000 EUR abz. 619,75 EUR). Da in diesem Fall der Zuschuss die Nettoentgeltdifferenz übersteigt, ist der Zuschuss entsprechend auf die Nettoentgeltdifferenz zu reduzieren. In diesem Fall 311,69 EUR. Grund für diese Korrektur ist die Steuerplicht des Zuschusses. Die Höhe des KUG bleibt unverändert (60%) und der Zuschuss ist steuerpflichtig, aber sozialversicherungsfrei, sofern Zuschuss und KUG zusammen nicht 80% (geplant 90%) des ausgefallenen Entgelts übersteigen.  

Außerdem Wichtiges zum Thema Kurzarbeit 

Kurzarbeitergeld ist zwar steuerfrei, unterliegt allerdings dem sog. Progressionsvorbehalt. D.h. das Kurzarbeitergeld erhöht den persönlichen Steuersatz und wird im Rahmen der Einkommensveranlagung versteuert. Daher besteht für Empfänger von Kurzarbeitergeld die Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung beim zuständigen Finanzamt. 

Sofern Sie für Ihre Mitarbeiter eine betriebliche Altersvorsorge vorsehen, sprechen Sie bitte mit dem Versicherer, ob eine Prämienpause bei unveränderter Leistungszusage möglich ist. Einige Versicherer haben dies bereits zugesagt.

Bitte bleiben Sie gesund.

 

Ihre CPA-Gruppe

 

Annette Brückner
Steuerberaterin

Diplom-Kaufmann / M.R.F. / LL.M. (Com.)
Dr. Bernhard Uhl
Steuerberater

Diplom-Kaufmann
Patrick Popp
Steuerberater

Diplom-Kaufmann
Christoph Magiera
Wirtschaftsprüfer
Steuerberater

  

Informationen zu Corona im Internet

Informationsseite zum Corona-Virus für Unternehmen vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie:
www.stmwi.bayern.de/coronavirus/

Informationsseite des Deutschen Industrie- und Handelskammertags:
www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/coronavirus/faq-19594

Informationen der Bundesagentur für Arbeit zum Kurzarbeitergeld:
www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Corona-Podcast des NDR: NDR Info Wissenschaftsredakteurin Korinna Hennig spricht jeden Tag aus­führlich mit einem der führenden Virus-Forscher Deutschlands Christian Drosten, dem Leiter der Virologie in der Berliner Charité, über den aktuellen Stand und veröffentlicht dieses Interview als Podcast auf der NDR-Internetseite: www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

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